Ein Welpe zieht ein...


Der erste Schritt ist getan: Du hast einen kleinen Welpen als Familienmitglied adoptiert und freust dich auf die gemeinsame Zeit mit ihm. Doch als Welpenbesitzer solltest du bestimme Sachen wissen:

 

1.Grundausstattung:

  • Plüschdecke mit Geruch der Mutter
  • Hundegeschirr/Leine
  • Fress- und Wassernapf
  • Welpenfutter
  • Spielzeug
  • Hundebürste
  • Leckerli
  • viel Liebe und viel Geduld

 

Mit dieser Grundausstattung ist dein Welpe bereit bei dir einzuziehen. Die ersten Tage wird sich dein Welpe sehr fremd fühlen. Er wird Sehnsucht nach seinen Geschwistern und seiner Mutter haben. Schließlich kennt er es nicht anders. Gegen sein Heimweh geben wir dir eine Plüschdecke mit, die nach den Geschwistern und der Mutter riecht. Das Geschirr mit der Leine sind für die Spaziergänge, denn mit einem Halsband würdest du dem Welpen nur Schmerzen zufügen und somit der Wirbelsäule und dem Hals schädigen. Beim Fress- und Wassernapf raten wir zu einem Edelstahlnapf, da man diese leichter reinigen kann. Das Haaren beim erwachsenen Labrador ist unvermeidlich. Damit dein Hund im Erwachsenenalter keine Scheu zeigt, ist es besser wenn du ihn schon als Welpe kämmst. Du willst deinem Welpen coole Tricks beibringen? Das klappt beim Labrador nur mit Leckerchen. Auf was du keinesfalls verzichten darfst sind viel LIEBE und GEDULD. Es handelt sich um ein neugieriges Lebewesen, das noch die Welt erkunden will.

 

2. Futter:

Wir füttern unsere Hündinnen und Welpen nur mit hochwertigem Futter. Hier solltest du auch nicht sparen. Mit billigem Hundefutter bekommt dein Welpe nicht die nötigen Vitamine und Proteine, was zu schlimmen Krankheiten im späteren Alter führen kann. Außerdem ist es wichtig immer bei einer Hundenahrung zu bleiben, denn der ständige Wechsel würde zu starken körperlichen Umstellung führen. Das macht sich vor allem durch Blähungen und flüßigem Kot bemerkbar. Auch solltest du anfänglich die Zeiten für die Fütterung beachten. Bei einem Welpen sollte die Tagesdosis auf 4 Mahlzeiten verteilt werden. 

Bei der Auswahl vom Futter sind folgende Punkte zu beachten:  kein Zucker, kein Getreide, Vitamine, gute Proteine, frei von Farbstoffen ...

 

Wir bestellen unseren Trockenfutter aus dem Internet. Das Futter des Herstellers "Futter - Shuttle" hat sich als sehr gut erwiesen. Sie können durch einen Klick auf den Banner selber einen Blick über die Inhaltsstoffe werfen. 

 

3. Die ersten Stunden

Nach der Autofahrt solltest du deinen Welpen im Garten oder auf der Wiese schnuppern lassen, sodass er seinen Geschäft erledigen kann. Danach kann dein Welpe ins Haus. Die ersten Eindrücke des Welpen sind wichtig d.h.:

 

  • Lass ihn seine Umgebung entdecken
  • Stürme nicht gleich auf den Welpen, er wird sich nach einer bestimmten Zeit zu dir gesellen
  • Wenn er sich zurückzieht, lass ihn fürs Erste in Ruhe
  • Besucher sollten erst dann kommen, wenn sich dein Welpe eingewöhnt hat

4. Die erste Nacht

In den ersten Nächten sollte dein Welpe natürlich nicht alleine gelassen werden, da er bisher nur zusammen mit seinem Rudel geschlafen hat. Am besten richtet man seinen Schlafplatz in der Nähe des Bettes ein, so merkt man auch schnell, wenn der Hund in der Nacht raus muss. Sollte es nicht möglich sein, dass der Welpe mit im Schlafzimmer schläft, kannst du alternativ für paar Tage mit ihm im Wohnzimmer schlafen. Die Plüschdecke, die wir dir mitgegeben haben, erleichtert die Trennung vom Rudel in den ersten Nächten.

5. Die ersten Mahlzeiten

Der Welpe sollte anfangs 4  mal am Tag Trockenfutter bekommen (wie viel Gramm steht jeweils auf der Verpackung des Trockenfutters). Damit man Aggressionen beim Essen vermeidet, wird das Futter zunächst mit der Hand gegeben. Außerdem darfst du ruhig den Welpen beim Essen nerven (z.B.: streicheln, Hand im Fressnapf haben), denn er muss wissen, dass das Essen vom Herrchen/Frauchen kommt. 

6. Die Stubenreinheit

Einen Welpen stubenrein zu bekommen ist reine Geduld. Wenn dein Welpe mal aufs Klo muss, geht er meistens in „Zick-Zack“ Bewegungen am Boden und schnüffelt dabei. Nachdem Spielen, Essen, Trinken, Aufwachen, Lernen ( Tricks) und alle zwei Stunden muss dein Welpe aufs Klo. Somit wird hier wieder verdeutlicht, dass die Stubenreinheit eine totale „Geduldsache“ ist.

7. Die ersten Spaziergänge

Da dein Welpe seine Umgebung noch nicht kennt, solltest du nichts überstürzen d.h fang erst mit zehn Minuten „Gassi“ an. Für Spaziergänge gibt es eine Faustregel: fünf Minuten pro Monat. Dein Welpe wird zunächst wegen den Autos, Menschen, Geräusche etc. sehr ängstlich wirken. Wichtig dabei ist ihn nicht zu loben, wenn er zittert, sich versteckt oder bellt.

8. Die Pflege des Welpen

In der Welpen-Phase solltest du deinen Hund einmal am Tag bürsten. Dem Welpen wird das nicht gefallen, aber setz dich durch und lobe ihn ständig beim Bürsten mit „Leckerlis“. Das gleiche gilt genauso für das Waschen. Jedoch ist es wichtig den Welpen bis zum Ende der Welpenphase nicht zu waschen, da der Hund noch den „Welpenschutzgeruch“ hat d.h andere Hunde werden ihn anders wahrnehmen. Auch sollten Sie die Zahnpflege nicht vernachlässigen.

9.Die Sozialisierung

Die eigentliche Sozialisierung fängt ab der 6. Woche an, also bei uns Züchtern. Wir haben deinen Welpen schon an die alltäglichen Geräusche bei uns zuhause und im Garten sozialisiert. Du solltest nun diese Sozialisierung weiterführen, denn ohne die Sozialisierung wird dein Hund in der Zukunft nicht sozialverträglich sein d.h Aggressionen und die Ängstlichkeit kommen immer wieder zum Vorschein. Hilfreich dabei ist eine Hundeschule, wo dein Welpe mit anderen Welpen oder auch Hunden spielen kann. In der Hundeschule kann man auch Weiteres für die Sozialisierung oder auch über die Erziehung eines Welpen lernen.